Das verflixte 7. Jahr

IMG_20170203_120613-800x800Der Internetblogger hat zu einer Blogparade eingeladen: Welche Tipps hast Du für Blogbeginner? Und nachdem ich jetzt nun auch schon seit sieben Jahren blogge, haben sich auch bei mir so einige Erfahrungen und Ratschläge angesammelt.

Meine eigene Blog-Geschichte

Alles begann mit einer Ausbildung zum Online-Redakteur. Das, was ich da gelernt hatte, wollte ich nun natürlich umsetzen und ausprobieren. Dazu kam, dass Freunde und Menschen, die ich via Twitter kennen gelernt hatte, auch bloggten. Außerdem waren Blogs für Kunden der Agentur, in der ich damals arbeitete ein heißes Thema.

Los ging es 2010 mit dem Bürstenfrosch, meiner Spielwiese und dem Einstieg in die Welt des Bloggens. Dazu kam später ein Blog für meine damalige Werbeagentur. Mit meiner Selbständigkeit als Werbetexter entstand auch dieses Blog – quasi als „Unternehmenswebsite“. Wortrisotto ist seither mein Hauptblog und der Bürstenfrosch schlummert leider im Dornröschenschlaf.

Von Beginn an nutze ich als Software WordPress.

Und hier kommen meine fünf Tipps für alle, die mit dem Bloggen beginnen wollen.

1. Beherrscht die Technik

Wer bloggt, will Inhalte im Netz veröffentlichen und sie anderen präsentieren. Da ist es umso ärgerlicher, wenn dann irgendwelche Dinge im Blog nicht funktionieren, Inhalte nicht angezeigt werden können, der integrierte Twitter-Stream andauernd hängen bleibt oder ähnliches. Deshalb ist mein Tipp: Macht Euch vor dem Start mit Eurer Software vertraut. Sucht Euch Tutorials auf Youtube, E-Books oder Blogs, die über Blog-Software bloggen. Ich persönlich habe mit Büchern zu meiner Software die besten Erfahrungen gemacht. Es gibt auch die Möglichkeit, Blog-Software lokal auf dem eigenen Rechner zu installieren und damit den Umgang zu trainieren. Je vertrauter und sicherer Ihr im Umgang mit Eurer Software seid, umso weniger lenkt Euch später vom Schreiben ab.

2. Klärt das Thema

Das Schöne am Bloggen ist die Freiheit, die man dabei hat. Man kann sich die Themen aussuchen, auf die man Lust hat und einfach loslegen. Klasse! Doch diese Freiheit hat auch eine dunkle Seite: Denn es kann passieren, dass man plötzlich ganz viele Dinge so toll findet, dass man unbedingt darüber schreiben möchte.Und genau dann wird es gefährlich. Denn plötzlich verwandelt sich Euer Blog in einen Bauchladen aus unterschiedlichsten Artikeln und Themen, voll von angefangenen Serien und halb gefüllten Rubriken. Ihr steht dann als Autoren irgendwie für alle Themen – und für keines. Das kann sich z.B. nachteilig auf Eure Abonnenten auswirken. Denn auch wenn jemand zwar von Euren Artikeln z.B. zu Eurem Fußballclub begeistert ist, wird er euer Blog nicht abonnieren, wenn er damit rechnen muss, dass Ihr als nächstes Katzenbilder oder das Rezept Eures Lieblingsessen raushaut. Da ist die Hürde hoch, Euer Blog zu abonnieren.

Deshalb empfehle ich Euch: Klärt das „Oberthema“ Eures Blogs und veröffentlicht Artikel dazu (und nur dazu). Wenn Ihr dann ein neues Gebiet erobern wollt, hindert Euch niemand daran ein neues Blog aufzumachen.

3. Richtet einen „Ideenkeller“ ein

Nun muss es ja nicht zwangsläufig so sein, dass Euch die Ideen förmlich „anspringen“. Es gibt auch das andere Extrem: Ihr sitzt vor dem Bildschirm und Euch fällt nichts, aber auch gar nichts ein. Doch auch dagegen gibt es ein Mittel: den „Ideenkeller“, aus dem Ihr Euch immer dann eine Artikelidee holt, wenn ihr sie braucht.

Und so einfach geht’s: Wann immer Ihr irgendwo eine Inspiration findet: Haltet sie fest! Setzt Bookmarks mit dem Browser oder mit Bookmarking-Diensten, legt Euch eine Datei an, in der Ihr Ideen kurz notiert, nutzt Evernote oder schreibt Eure Geistesblitze ganz oldschool in ein Notizbuch. Wenn Ihr dann einen Artikel verfassen wollt müsst Ihr nur in Euren Ideenkeller schauen und eine Eurer Notizen ausarbeiten.

Zugegeben: Dieses Vorgehen muss man sich angewöhnen und es gibt sicher auch neugierige Blicke, wenn Ihr in einer Kneipe plötzlich in euer Notizbuch schreibt. Aber es lohnt sich.

4. Inspirieren, nicht imitieren

Gerade am Anfang (und später vielleicht auch) schaut man gerne bei anderen Blogs vorbei um zu sehen, was die Kolleginnen und Kollegen so machen. Klar, dass die Versuchung groß ist, das zu machen, (die Themen zu bearbeiten, die Tonality zu verwenden) was man auf anderen Blogs findet.

Meine Empfehlung: Finger weg! Wer andere imitiert oder abschreibt, ist bei anderen Bloggern schnell unten durch. Und das rächt sich spätestens, wenn es z.B. um die Kooperation mit anderen Bloggern oder Gastbeiträge geht.

Was aber geht, ist sich inspirieren zu lassen, wenn es ums Handwerk geht. Wie sind andere Blogs auf Social Media vernetzt? Welche Plug-Ins nutzen die Kolleginnen und Kollegen? Wie gehen sie mit unsachlichen Kommentaren oder Hatespeech und Trollen um?

5. Promotet Eure Artikel

Was nutzt der beste Content, wenn keiner davon erfährt? Seid deshalb in Social Media präsent, nutzt Facebook, Twitter, Google+ oder Instagram um einen Link auf Euer Blog zu posten.

Und schließlich: Bloggen lernt man durch bloggen. Schreibt einfach drauflos, setzt Eure Ideen um und lernt aus Euren Erfahrungen.

Ein Gedanke zu „Das verflixte 7. Jahr

  • 3. Februar 2017 um 12:53
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    Hallo Klaus,
    ich wollte nicht länger warten und komme jetzt schon mit dem Feedback um die Ecke. Erst einmal vielen Dank für deine rasche Teilnahme an der Blogger-Tipps-Blogparade und der obige Post ist dir sehr gut gelungen 😉

    Du bist also auch schon ein alter Hase im Bloggen und weisst, wohin die Reise geht. Ja, angefangen haben wir alle mal und es war verdammt schwierig. Doch damals machte ich mir um nichts grosse Gedanken. Erst mit der ersten Stammleserschaft willst du etwas besser machen, damit die Leser immer da sind.

    Dieses Blog lud eben super schnell, da habe ich kaum nach dem Browser geschaut und schon war es da. Top Lade-Speed, würde ich mal sagen!

    Blogartikel-Ideen hast du manchmal auch nicht und dann sitzt du da vor dem Rechner und dir fällt nichts, aber auch nichts, ein. Schreibblockaden können einen überfallen. Mit all dem muss man als Blogger fertig werden. Das ist schon so. Ich kann jedem Neuling dazu raten, fokussiere dich auf ein paar Themen, wo deine Gedanken drumherum kreisen und werde darin zum Experten bzw. baue deine Expertise aus und auf.

    Es ist ein sehr langer Weg bis dahin, wenn man etwas gut kann, aber schaffen, kann es jeder Blogger. Glücklicherweise sind OpenSource CMS mein Alltag und ich liebe diese CMS-Technik und versuche stets, etwas Neues zu erlernen. Recht hast du vollkommen, was nützt dir ein WP-Blog, aber du hast stets Probleme beim Bedienen. Daher lernen, üben und lernen.

    Schauen wir mal, wer sich noch alles zu dieser Blogparade hinzugesellen kann. Deine Teilnahme habe ich schon mal im Blogpost in der Teilnehmerschaft erwähnt sowie verlinkt.

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